Jubiläumsfeier 70 Jahre Institut für Wissenschaft und Kunst

Auf Einladung von Bürgermeister Dr. Michael Häupl feierte das Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses am 9. November 2016 sein 70-jähriges Bestehen. Vor zahlreichen Gästen fand zunächst eine Tagung zur Geschichte des IWK statt, die sich ausgewählten Schwerpunkten aus der 70-jährigen Geschichte des Instituts widmete. Im anschließenden Festakt gab es u.a. eine programmatische Rede des IWK-Präsidenten Univ.-Doz. Dr. Johann Dvořak. Da das IWK Mitglied seit 2015 als Mitgliedsorganisation dem „Ring Österreichischer Bildungswerke“ angehört, überbrachte der Präsident des „Rings“ EU-Kommissar Johannes Hahn seine Glückwünsche an das Institut für Wissenschaft und Kunst persönlich.

Einen detaillierten Bericht und weitere Fotos finden Sie hier.

 

Tagung „70 Jahre Institut für Wissenschaft und Kunst“

In diesem Jahr feiert das Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) mit einer Festveranstaltung am Mittwoch, dem 9. November 2016, sein 70-jähriges Bestehen. Diese Veranstaltung erinnert an die Tradition und die aktuelle Bedeutung eines außeruniversitären wissenschaftlichen Institutes, das sich seit seiner Gründung im Jahre 1946 der wissenschaftsorientierten Bildungsarbeit mit Erwachsenen widmet und sich einem kritisch-emanzipatorischen Wissenschaftsverständnis verpflichtet weiß.

Am Nachmittag (von 15.30 bis 17.30 Uhr) wird in kurzen Vorträgen herausgearbeitet, wie zahlreiche bedeutende Personen aus Kunst, Wissenschaft und Politik am IWK tätig gewesen sind und in welcher besonderen Weise sie Forschung und die Vermittlung wissenschaftlicher und künstlerischer Erkenntnisse und die Förderung demokratischer Einstellungen betrieben haben; und wie dies auch zukünftig von gesellschaftlicher Bedeutung sein wird.

Kurzvorträge von Oskar Achs, Johann Dvořák, Christian Glanz, Ilse Korotin, Georg Kovarik, Karl H. Müller, Katharina Prager, Anna Sporrer und Friedrich Stadler

Moderation: Angela Bergauer

Zeit: Mittwoch, 9.11.2016, 15.30-17.30 Uhr
Ort: Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses (Eingang Lichtenfelsgasse 1, Stiege 1, barrierefreier Zugang über den Aufzug)

 

Forschungsfeld: Social Science Revisited

Eine Reihe von sozialwissenschaftlichen Texten, methodischen Ansätzen, Programmen und Vorhaben der Vergangenheit, die verdrängt oder allenfalls entstellt worden sind, sollen rekonstruiert, diskutiert und auf ihre aktuelle Bedeutung hin untersucht werden. Dies reicht von Erinnerungen an undogmatischen Marxismus, Psychoanalyse, Vernüpfung von Natur- und Gesellschaftswissenschaft, bis hin zur wissenschaftlichen Weltauffassung des Wiener Kreises, der Frankfurter Schule und neueren soziologischen Erklärungen etwa der Funktionen des Bildungswesens …

Dem Institut für Wissenschaft und Kunst ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, sowohl das wissenschaftliche Denken in der Tradition von Ernst Mach und des Wiener Kreises als auch die Denkweisen des Frankfurter Instituts für Sozialforschung zu behandeln, wobei das Besondere darin liegt, dass sie nicht als dogmatisch völlig gegensätzliche Strömungen (Stichwort: “Positivismusstreit”), sondern als in ihrem gesellschaftlichen Wirken (und auch in ihren Intentionen) strukturell verwandte, ja zum Teil übereinstimmende Strömungen analysiert wurden.

Freitag, 14.10.2016, 15.30-19.00 Uhr, IWK, Berggasse 17, 1090 Wien

Gerhard Scheit: Adornos Marginalien zu Theorie und Praxis der Gegengewalt

Karl H. Müller: Die Attraktivität von Gegensätzen: Wiener Kreis, Frankfurter Schule und Konstruktivimus

Johann Dvořák: Kein Positivismusstreit in Wien: Theodor W. Adorno, Guido Adler, Kurt Blaukopf und die musikalische Moderne

Johann Dvořák: Univ.-Doz., Politikwissenschaftler und Historiker. Karl H. Müller: Sozialwissenschafter, Präsident der Heinz von Foerster-Gesellschaft. Gerhard Scheit: freier Autor und Publizist, Wien

Veranstaltungen

Datum/ZeitVeranstaltung
​Do 19/01/2017
19:00–21:00
Ute Holl: Blut oder Rote Farbe: Ästhetik und Politik filmischer Oberflächen im Kino Institut für Kunstgeschichte (Uni Campus), Wien
​Fr 20/01/2017
15:00–19:00
Ästhetik, Politik und Kommunikation IWK, Wien
​Mo 23/01/2017
18:00–20:00
Susanne Blumesberger: Archivieren – Publizieren – Präsentieren IWK, Wien
​Mi 25/01/2017
18:00–20:00
Arbeits- und Lesekreis: Philosophie auf Türkisch IWK, Wien
​Mi 25/01/2017
18:00–20:00
Ursula Prokop: Zum jüdischen Erbe in der Wiener Architektur IWK, Wien

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