Jour fixe Bildungstheorie I Bildungspraxis

Biographisches Erzählen in der Bildungsarbeit

Biographische Ansätze sind seit den 1980er-Jahren ein fixer Bestandteil der Bildungsarbeit und der Bildungsforschung geworden. »Die Entdeckung individueller Bildungsgeschichten in Wissenschaft und Praxis war nicht nur inspiriert von der Lebenslauf- und Sozialisationsforschung, sondern ebenso von den neuen sozialen Bewegungen, die eine enge Verbindung von Leben und Lernen kultivierten und zum Ausgangspunkt von (Selbst-)Aufklärungsprozessen machten« (Heidi Behrens). Der Jour fixe zeichnet in diesem Semester die Entwicklung nach, die die Arbeit mit biographischen Erzählungen in der Erwachsenenbildung sowie in anderen pädagogischen Kontexten genommen hat; er präsentiert Praxisbeispiele biographischen Lernens mit Neuen Medien und im Web 2.0 wie auch anhand literarischer Migrationsbiographien; er befragt die Konstruktionsregeln biographischen Erzählens und stellt Ergebnisse aus der Elitenforschung zur Diskussion, die von den Grenzen lebenslangen Lernens bzw. von Illusionen der Chancengleichheit »erzählen«.

Konzeption und Organisation

Bettina Dausien: seit 2009 Professorin für Pädagogik der Lebensalter am Institut für Bildungswissenschaft der Uni­versität Wien.

Wolfgang Kellner: Leiter des Bildungs- und Projektmanagements im Ring Österreichischer Bildungswerke.

Stefan Vater: wissenschaftlicher Mitarbeiter der Pädagogischen Arbeits- und Forschungsstelle des Verbands Österreichischer Volkshochschulen.

Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, dem Ring Österreichischer Bildungswerke und dem Verband Österreichischer Volkshochschulen.

Veranstaltungen

Datum/Zeit Veranstaltung
​Mi 17/10/2012
19:00–21:00
Laura Isnenghi, Erwin Schmitzberger: Digital Storytelling: Biographiearbeit und Web 2.0 in der Erwachsenenbildung Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Wien
​Mi 14/11/2012
19:00–21:00
Bettina Dausien: Aus Geschichten lernen? Überlegungen zum Gebrauch und zur Produktion biographischen Wissens in professionellen pädagogischen Settings Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Wien
​Mi 12/12/2012
19:00–21:00
Hannes Schweiger: Grenzgeschichten. Literarische Migrationsbiographien in der Bildungsarbeit Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Wien
​Mi 09/01/2013
19:00–21:00
Meinrad Ziegler: Zur Konstruktion und Rekonstruktion von Biographien: kulturelle Muster und soziale Regeln Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Wien
​Di 15/01/2013
19:00–21:00
Ehrenamtliche Erwachsenenbildung im Wandel von Freiwilligenarbeit und Lerninteressen Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Wien
​Mi 23/01/2013
19:00–21:00
Heidi Behrens: Vielstimmigkeit und Subjektivität als Prinzipien. Wie biographische Erzählungen die politische Bildung verändert haben Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien, Wien

Materialien

(May 22, 2014)
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Zusammenfassung: Biographisches Erzählen in der Bildungsarbeit Biographische Ansätze sind seit den 1980er-Jahren ein fixer Bestandteil der Bildungsarbeit und der Bildungsforschung geworden. »Die Entdeckung individueller Bildungsgeschichten in Wissenschaft und Praxis war nicht nur inspiriert von der Lebenslauf- und Sozialisationsforschung, sondern ebenso von den neuen sozialen Bewegungen, die eine enge Verbindung von Leben und Lernen kultivierten und zum […]
Kategorien: Bildung, Erwachsenenbildung, Politische Bildung, Schwerpunkte