Anmeldung zur Jubiläumsveranstaltung 75 Jahre IWK

Das Institut für Wissenschaft und Kunst lädt herzlich ein zur Jubiläumsfeier anlässlich seines 75-jährigen Bestehens.

Datum: 30. September 2022
Zeit: 16.00 – 19.00 Uhr
Ort: Stadtsenatssitzungssaal
Wiener Rathaus (Eingang Lichtenfelsgasse 2, Feststiege 1, barrierefreier Zugang über einen Aufzug)

Anmeldeschluss: 20. September 2022

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SAVE THE DATE: Jubiläumsveranstaltung des IWK

Wir freuen uns, den Termin für das 75 Jahr Jubiläum des Instituts für Wissenschaft und Kunst bekannt zu geben. Die Feier wird am 30. September 2022 im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses stattfinden. Details zur Veranstaltung und den Anmeldemodalitäten folgen demnächst.  

Neuerscheinung: Wege in den Großen Krieg

2014 jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Das Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) lud in Kooperation mit dem Ring Österreichischer Bildungswerke in die Räumlichkeiten des Palais Strudlhof, in denen im Jahre 1914 das Ultimatum an Serbien fertig gestaltet und unterschrieben wurde. Die Fachtagung „Wege in den Großen Krieg“ war der Startpunkt für eine Folge weiterer Veranstaltungen, die sich mit der Entstehungsgeschichte, den sozialgeschichtlichen Aspekten und der zeitgenössisch künstlerischen Auseinandersetzung beschäftigten. Ziel der Veranstaltungsreihe war es, die Besonderheiten der späten Habsburgermonarchie aufzuzeigen, die maßgeblich für die Auslösung des Krieges waren, aber auch auf im Deutschen Reich gehegten imperialen Phantasien hinzuweisen und damit den TeilnehmerInnen eine fundierte Reflexion der Geschehnisse zu ermöglichen.
Die im vorliegenden Band gesammelten Beiträge sind schriftliche Fassungen von Vorträgen, die im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Wege in den Großen Krieg“ am Institut für Wissenschaft und Kunst gehalten wurden.

Herausgegeben von Johann Dvořák. Mit Beiträgen von Florian Wenninger, Brigitte Pellar, Gernot Stimmer u.a. 

Zur Erinnerung an Jost Hermand 11. April 1930 – 9. Oktober 2021

Gelesen habe ich ihn relativ früh; über Bertolt Brecht und Heinrich Heine.

In Österreich herrschte jahrzehntelang ein Brecht-Boykott (Stücke wurden im Theater nicht gespielt); alles, was einem bei der Lektüre von Brecht-Texten unterstützte, war daher willkommen.

Was für mich Ende der 1960er Jahren (und auch später) von enormer Bedeutung gewesen ist, waren die Schriften Jost Hermands „Von deutscher Republik 1775-1795″ [1968 erschienen]. Hier wurden völlig neue Blickweisen auf die Französische Revolution und auf die deutsche Klassik und ihre Zeitgenossen eröffnet; es wurde ein Radikalismus deutscher Aufklärung sichtbar gemacht, eine entschlossene Widerspenstigkeit gegen Unterdrückung und Untertanengeist. 

Jost Hermand wendet sich gegen die andauernde Diffamierung der Aufklärung in deutschen Landen und zeigt, wie viel es an antifeudalem und revolutionärem Gedankengut gegeben hat. Da wird Gottfried August Bürger zitiert, der sich schon 1792 auf Zeiten freute, „wenn wir zu unserem Wohl die Fürsten an dem Strick, den sie uns drehen, ein wenig – henken“. Und „der Freiherr von Knigge in Bremen, der bis zu seinem Tode (1796) aller reaktionären Greuelpropaganda scharf entgegentrat und im Hinblick auf die sogenannten »Exzesse des Pöbels« nicht die Mörder, sondern die Ermordeten als die Schuldigen bezeichnete. … er ließ nicht davon ab, den Adel und die Fürsten als die ewig Unbelehrbaren hinzustellen“.

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