Interkulturelles Philosophieren

Post- und Dekoloniales Philosophieren

Im Sommersemester 2018 wird sich die Vortragsreihe zur interkulturellen Philosophie (www.wigip.net) dem Thema postkoloniale/dekoloniale Theorien/Philosophien widmen. Die Absicht besteht darin, die Bedeutung postkolonialer und dekolonialer Interventionen für den Bereich der interkulturellen Philosophie fruchtbar zu machen. Trotz vieler Überschneidungen und Anknüpfungspunkte laufen beide Theoriebereiche noch eher parallel nebeneinander her. Insofern ist es die Intention unseres Themenschwerpunktes, interkulturelles Philosophieren und post-/dekoloniale und in diesem Zusammenhang auch (post-)feministische Theorien enger miteinander zu verknüpfen. Dabei fragen wir uns nicht nur, was die Besonderheit eines Philosophierens unter (post-)kolonialen Bedingungen ausmacht, sondern vor allem auch, inwiefern koloniales und eurozentrisches Denken epistemische Gewalt ausübt, indem es einerseits eine bestimmte Form der Rationalität forciert und dabei anderseits nicht-europäische Denktraditionen ignoriert, marginalisiert oder auch (ohne es eigens zu benennen) diese sich aneignet. Wir fragen uns, wie sich solch epistemische Dominanz auf die Philosophie und Wissensarbeit in (ehemals) kolonisierten Ländern, aber auch in den Ländern der Kolonialmächte auswirkt. Wir stellen uns ferner die Frage, wie sich koloniale Verhältnisse weltweit als patriarchale und ›weiße‹ Hegemonien durchsetzen konnten und welche Gegenstrategien zur Dekolonisierung des Denkens bisher entwickelt wurden.

Koordinatoren: Murat Ates und Anke Graneß

Bevorstehende Veranstaltungen

Datum/Zeit Veranstaltung
​Fr 22/02/2019–​Sa 23/02/2019
Ganztägig
III. Forum interkulturellen Philosophierens Otto-Mauer-Zentrum, Wien