Critical Whiteness: Einführung in ein Paradigma globalgeschichtlicher Hegemoniekritik

Datum/Zeit
​Do 22/03/2018
19:00–21:00

Ort
Institut für Philosophie der Universität Wien

Reihe
Interkulturelles Philosophieren

Typ
Vortrag

Was ist weiß? Wie kommt es, dass Weiß so oft eine Form von Mächtigkeit bezeichnet? Wie funktioniert Whiteness in Gesellschaften, die weiß dominiert sind, und wie in solchen, in denen das nicht der Fall ist? Kritische Whitenessforschung entstand, wie es meist heißt, Anfang der 1990er Jahre in den USA. Im Laufe der 2000er auch im deutschsprachigen Raum „angekommen“ und kritisch durchgearbeitet, wirft sie wiederum Fragen nach Geschichte und Gegenwart europäischer Kolonialismen und Rassismen auf.

Ein wichtiges Element der Critical Whiteness Studies ist ihre enge Verbindung mit Fragestellungen der feministischen Theorie und der postcolonial, der queer, der disability Studies. Als transdisziplinärer Ansatz hat Whiteness-Kritik vielen Fachdisziplinen neue Impulse gegeben, darunter vor allem den Text- und Bildwissenschaften. Nicht zuletzt verweist die Reflexion weißer Hegemonie auf Möglichkeiten und Grenzen politischer Handlungsfähigkeit.

Hanna Hacker, Univ.-Doz. Dr., Wien, ist Soziologin und Historikerin mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen feministische, queere und postkoloniale Theorie.