ONLINE Eine Lesung zu Erfahrungen und Sichtweisen Studierender dem Studium in Zeiten der Pandemie

„Ich wünsche mir, dass es in baldiger Zeit ein Ende hat und dass ich wieder Menschen auf der Uni treffen kann.“
Eine Lesung zu Erfahrungen und Sichtweisen Studierender dem Studium in Zeiten der Pandemie
Die Universität ist ein Ort kritischer und emanzipatorischer Bildung, auch wenn diese Idee im Zuge neoliberaler Bildungspolitik zunehmend unter Druck gerät und sich gegen die Doktrin effektiver Wissens- und Kompetenzvermittlung verteidigen muss. Universität ist nach wie vor ein gesellschaftlicher Ort des Diskurses und Disputs, der Begegnung und Vernetzung, des Sich-Erprobens und der Entwicklung von Perspektiven und Positionen. Dafür braucht es reale Räume und konkrete Praxen des Sprechens und Hörens, der Begegnung und Erkundung. Was passiert, wenn – wie im vergangenen Jahr – die Universität nahezu vollständig auf ihren Charakter als realer Ort verzichten muss, wenn Kommunikation hauptsächlich, für viele ausschließlich, über Moodle oder Zoom stattfindet? Wenn Begegnung mit anderen zum An- und Abschalten von Kamera und Mikrophon wird? Wenn Lehrende sich entscheiden, ob sie mit den Studierenden „synchron“ oder „asynchron“ in Kontakt treten wollen – und welche Form von Kontakt ist überhaupt möglich? Wie erleben Studierende die „neue digitalisierte“ Universität? Mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen, aber welche Vorteile bietet das „distance learning“ auch?
Erfahrungen und Sichtweisen von Studierenden zum Thema „Corona-Semester“ werden in Form einer Lesung vorgetragen, kommentiert und diskutiert.
Organisation: Bettina Dausien und Mitarbeiter*innen des Arbeitsbereichs Biographie, Bildung und Gesellschaft am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien