Migration, Rechte, Gerechtigkeit – eine philosophische Perspektive. Präsentation von „polylog. Zeitschrift für inter-kulturelles Philosophieren“

Datum/Zeit
​Do 20/03/2014
19:00–21:00

Ort
Alois-Wagner-Saal, C3 – Centrum für Internationale Entwicklung

Reihe
Interkulturelles Philosophieren: Theorie und Praxis

Typ
Präsentation Vortrag

Migration ist eines der großen Themen des 20. Jahrhunderts, das auch im 21. Jahrhundert nichts an Brisanz eingebüßt hat. Welt- und Bürgerkriege, gravierende Umweltveränderungen wie Dürren oder Überflutungen zwangen und zwingen Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Und natürlich nicht zuletzt das gravierende Ungleichgewicht der Verteilung des Wohlstands auf dieser Welt hat dazu geführt, dass Menschen ihre Welt verlassen und in eine neue aufbrechen. Was bedeuten all diese vielen Aufbrüche, das Brechen mit der eigenen Welt und das Einbrechen in die Welt der „Anderen“ – für Migrant_innen und Flüchtlinge, aber auch für jene, bei denen Schutz und neue Perspektiven gesucht werden? Was bedeutet das Zusammenprallen jener Wert- und Vorstellungswelten mit denen der anderen? Wie verändert sich die je eigene Welt durch das (ungewollte?) Zusammenleben? Und nicht zuletzt: Wie weit geht unsere moralische Verantwortung für den Schutz der Anderen, die aus diesen oder jenen Gründen ihre Welt verlassen (müssen)? All dies sind auch Fragen, die ins Herz interkultureller Philosophie zielen: die Möglichkeiten und Grenzen des Verstehens des Anderen und des gemeinsamen (Über-)Lebens.

Gastvortrag und Diskussion

Nausikaa Schirilla: Professorin für Migration, Soziale Arbeit und Interkulturelle Kompetenz an der Katholischen Hochschule Freiburg, leitet die Redaktion der Zeitschrift „polylog“.

Bianca Boteva-Richter: Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Wien, Vorstandsmitglied der WiGiP, Redaktionsmitglied der Zeitschrift „polylog“.

Christoph Reinprecht: Professor am Institut für Soziologie der Universität Wien und Vorstandsmitglied der Forschungsplattform Migrations- und Integrationsforschung der Universität Wien (Gastvortrag).