Kriminalromane: Zur Geschichte und Ästhetik einer literarischen Gattung, Teil 3 + 4

Datum/Zeit
​Fr 11/12/2015
16:00–19:00

Ort
IWK

Typ
Tagung

Detektivgeschichten, Kriminalromane und Spionage-Thriller sind eine beliebte Lektüre und erreichen eine breite Leser_innenschaft. Daher ist es durchaus von Interesse, sich mit der Entstehung und Entwicklung dieser literarischen Gattung ausführlicher zu beschäftigen und die besonderen Struktur­elemente der diversen Erzählungen herauszuarbeiten und auch darzustellen, in welchem Ausmaß sie sowohl der Unterhaltung wie auch der bruchstückhaften Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse dienen und Einsichten in die bestehenden Verhältnisse vermitteln. Schwerpunkt der ersten Tagung ist die Auseinandersetzung mit Geheimdiensten und ihren Untergrundaktivitäten während des Kalten Krieges und danach. Bei der zweiten Tagung wird u.a. der Frage nachgegangen, inwiefern die inneren Verhältnisse der Geheimdienste und ihre bürokratischen Strukturen mit dem alltäglichen Erleben von organisierten Arbeitsverhältnissen zu tun haben und welche besonderen Einsichten sich daraus ergeben.

Programm

  • Johann Dvořák (Wien): Len Deighton und der Spionage-Thriller als Roman der Bürokratie
  • Elvira Zak (Wien): Die Undurchsichtigkeit der Bürokratie in Eric Amblers Romanen „The Intercom Conspiracy“ und „Send No More Roses“
  • Barbara Litsauer (Wien): Geheimdienststrukturen in den Romanen von John le Carré

Vortragende

Johann Dvořák: Univ.-Doz., Politikwissenschaftler und Historiker, Arbeitsschwerpunkte: Entstehung und Entwicklung des modernen Staates, Politik und die Kultur der Moderne.

Barbara Litsauer: arbeitet als freie Wissenschaftlerin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und in der Austria Presse Agentur.

Elvira Zak: Lektorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, Arbeitsschwerpunkte: Politik und Kultur, Politische Bildung.

Konzeption und Organisation

Barbara Litsauer, Elvira Zak