Hans-Christian von Herrmann: Informationstheorie und Ästhetik – zur Geschichte der digitalen Medienkultur

Datum/Zeit
​Do 24/11/2016
19:00–21:00

Ort
Institut für Kunstgeschichte (Uni Campus)

Typ
Vortrag

Um 1960 unternahmen der Philosoph Max Bense in Stuttgart und der Elektroakustiker Abraham Moles in Ulm eine Neubegründung der Ästhetik auf Basis der Informationstheorie
Claude E. Shannons. Zur gleichen Zeit diente diese Theorie an den unweit von New York gelegenen Bell Laboratories als Leitfaden für die Entwicklung sprach-, bild- und tonverarbeitender Maschinen. In Toronto gründete der Literaturwissenschaftler Marshall McLuhan sein Centre for Culture and Technology und entwarf eine Ästhetik und Geschichte der Medien. Zwei Jahrzehnte später griff der Germanist Friedrich Kittler in Freiburg im Breisgau diese Impulse auf, um im Blick auf Künste und Kultur ein Primat des Technischen zu konstatieren. Der Vortrag wendet sich diesen Ereignissen und Theorieentwürfen in der Absicht zu, in ihnen eine kulturgeschichtliche Schwellenerfahrung sichtbar zu machen, die für uns heute selbst bereits wieder historisch zu werden beginnt.

Fr., 25.11.2016, 10.00–12.00 Uhr: Workshop mit Hans-Christian von Herrmann

Hans-Christian von Herrmann: vertritt seit 2011 an der TU Berlin das Fachgebiet Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur und Wissenschaft.

Wenn Sie Material zur Vorbereitung für den Workshop erhalten wollen, melden Sie sich bitte bei simon.baier@univie.ac.at.