Sommersemester 2016

Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis

Übergänge im Bildungssystem. Eine Forschungsperspektive auf Bildungsprozesse und ihre pädagogische Begleitung. Die Krise der Arbeitsgesellschaft ab den 1980er-Jahren hat den Blick auf die Entstandardisierung des Lebenslaufs gelenkt. Das Konzept der "Normalbiographie" scheint sich aufgelöst zu haben, Biographien sind vielfältiger geworden und Übergänge scheinen immer mehr eine Frage individueller Wahl und Be­wältigung geworden zu sein.

Interkulturelles Philosophieren: Theorie und Praxis

Philosophie in der arabisch-islamischen Welt Unter interkulturellem Philosophieren wird die Bemühung verstanden, in die philosophischen Diskurse Beiträge aller Regionen, Kulturen und Traditionen als gleichberechtigt einzuflechten. Dabei sollen diese nicht nur vergleichend nebeneinander gestellt, sondern so in einen offenen gemeinsamen Raum gebracht werden, dass alle Positionen in diesem polylogischen Gespräch für Veränderungen offen gehalten werden.

Frauenbiografieforschung

Neuere Tendenzen in der Exilforschung zeigen einen Paradigmenwechsel von der ausschließlichen Befassung mit dem historischen Exil während der Ära des Nationalsozialismus bzw. des Austrofaschismus hin zu einer Erweiterung des Forschungsgegenstandes auf die gegenwärtigen Flucht- und Migrationsbewegungen.

Philosophinnen*geschichten

Die Philosophie als akademische Disziplin ist spätestens seit dem 19. Jahrhundert durchgängig historisiert – und dies in zweifacher Hinsicht: Einerseits dient das Archiv historischer philosophischer Schriften je nach Schulzugehörigkeit in mehr oder minder großem Ausmaß als Material und Grundlage philosophischer Arbeit. Andererseits sind es die vielfachen Erzählungen der Vergangenheit der Philosophie, in denen immer wieder festgeschrieben wird, was als Teil des philosophischen Archivs, des Kanons gilt, und ebenso, wie wer als Philosoph(in?) zu gelten hat.