Rudolf Egger: Auf dem Weg in eine demokratische Gesellschaft – was Eltern und Kinder auf dem Schulweg lernen. Einblicke in eine lernweltorientierte Erwachsenenbildungsforschung

Datum/Zeit
​Mi 06/05/2015
19:00–21:00

Ort
Verband Österreichischer Volkshochschulen

Reihe
Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis

Typ
Vortrag

Eine der ersten großen Reisen ins soziale Leben – und ins verordnete Lernen – ist der Schulweg. Er ist jene zu überwindende Strecke zwischen der eher kleinräumigen, konkreten, familiären Welt und kollektiven, auf übergeordnete Formationsprozesse bezogenen Bildungsgestalten. Die im Schulweg eingelagerten Wahrnehmungs- und Handlungsoptionen rahmen kindliche und elterliche Prozesse der sozialen Raumaneignung, die ihrerseits von den Partizipationschancen im öffentlichen Raum abhängen. Am Beispiel eines Projekts zum Thema »Schulweg« wird gezeigt, wie nicht formales, informelles, nicht institutionalisiertes und selbstorganisiertes Lernen innerhalb sozialer Lernwelten empirisch zugänglich wird. Das für die Erwachsenenbildung ungewöhnliche Thema verdeutlicht zugleich, wie das theoretische Konzept »Lernwelt« den Blick verschiebt und weitet: vom einzelnen Lernenden und seinen Aktivitäten auf die lebensweltlichen Kontexte und sozialen Interaktionsgefüge (hier: Eltern und Kinder), in denen Aneignungsprozesse sich formieren.

Rudolf Egger: Professur für lebenslanges Lernen und lebensbegleitende Bildung an der Karl-Franzens-Universität Graz und Geschäftsführer des Zentrums für Lehrkompetenz.

Expert_innengespräch mit Rudolf Egger

Donnerstag, 7.5.2015, 9.00–12.00 Uhr
IWK, Berggasse 17, 1090 Wien
Anmeldung: