Leben und Schreiben am Alsergrund: Lilian M. Bader und Jura Soyfer

Datum/Zeit
​Mi 21/10/2020
19:00–20:30

Ort
IWK

Typ
Vortrag

Präsentiert werden Werke von Lilian M. Bader und Jura Soyfer, die in der NS-Zeit als „jüdisch“ verfolgt wurden. Soyfer überdies als Kommunist. Die ausgewählten Textpassagen enthalten Persönliches wie Zeitgeschichtliches aus ihrer individuellen Sicht – geprägt durch deren unterschiedliche Biografien. Lilian M. Bader, 1893 in Wien geboren, schloss als eine der ersten Frauen in Österreich das Chemiestudium ab und übernahm von ihrer Mutter die Leitung der Sternschen Mädchen-Lehr- und Erziehungsanstalt in Wien. 1938 gelangen ihr und ihrer Familie die Flucht ins Exil. Die Memoiren verfasste sie in New York. Jura Soyfer, geboren 1912 in Charkow/Charkiw, Journalist und Schriftsteller, schrieb seine sozialkritisch-politischen Gedichte, Theaterstücke und Artikel unter dem Eindruck der aktuellen politischen Entwicklungen der 1930er Jahre. Er starb 1939 mit 26 Jahren im KZ Buchenwald. Durch die Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Leben und Schreiben am Alsergrund“ sollen bekannte wie auch weniger bekannte und verfolgte Autorinnen und Autoren präsentiert und in Erinnerung gebracht werden.

Programm

Liette Clees präsentiert das Gedenkprojekt Volksopernviertel 1938 der Agenda Alsergrund
Herbert Arlt, Wissenschaftlicher Direktor der Jura Soyfer Gesellschaft
Gabriela Schmoll und Martin Auer lesen aus Ein Leben ist nicht genug von Lilian M. Bader und aus Geschichtsstunde im Jahr 2035 von Jura Soyfer. Maren Rahmann singt und spielt Texte von u.a. Jura Soyfer.
Moderation: Vera Albert
Büchertisch, Erfrischungen