Klassenverhältnis als Massenerfahrung

Datum/Zeit
​Fr 22/11/2019
16:30–21:30

Ort
Depot

Typ
Tagung Vortrag

Class is back. Sie war nie weg. Aber sie war auch nicht gegeben. Aus dem Schatten produktivistischer Vielheits- und elastischer Prekaritätstheorien tritt Klasse als Konzept und Wirklichkeit in ihrem Nicht-Dasein hervor. Klasse gibt es nicht ohne Einrichtung und ‚Bewusstsein‘; es gibt sie im Klassenkampf und als Konstellation, weniger als Kultur; es gibt sie als Selektions-Operator; im Murks intersektionaler Gewaltregimes; als indiskrete Scham des Proletariats und konkrete Schamlosigkeit der Bourgeoisie, deren gesegnete Klassenmacht neofeudal außer sich ist. Thema dieses Vortrags- und Diskussionsabends ist, wie Klasse Erfahrung wird: in Kunst, Film, Video und Bildungssystem.

Programm

16.30 Ruth Sonderegger:  Massive Klassenverhältnisse. (Kunst)Universitäre Bildung
Moderation: Drehli Robnik

17.45 Jens Kastner: Klasse als Kampf(begriff). Zur Klassenblindheit (in) der bildenden Kunst
Moderation: Karin Harrasser

19.00 Drehli Robnik: Class Is Us: Zur Film-Wahrnehmung von Verhältnissen des Oben und Unten, Gegner*innen und Außen
Moderation: Karin Harrasser

20.15: Renée WinterVideo mit Klasse. „Arbeiterfernsehen“, Zeugnis und Video als Selbstoptimierungsinstrument im Neoliberalismus.
Moderation: Joachim Schätz