Interkulturelle Kompetenz in der Kritik

Datum/Zeit
​Do 12/02/2015–​Fr 13/02/2015
Ganztägig

Ort
Österreichisches Museum für Volkskunde

Typ
Tagung

Interkulturelle Kompetenz ist heute zu einem zentralen Thema in verschiedenen Bereichen geworden: im Bereich der Psychologie, der Bildungswissenschaften, des Managements und nicht zuletzt im großen Bereich der Integrationsforschung. Dabei ist die Spannbreite dessen, was unter dem Begriff „interkulturelle Kompetenz“ und den unter diesem Namen entwickelten Strategien und Konzepten verstanden wird, sehr groß: Während die klassische Definition interkultureller Kompetenz sich mit dem Umgang in interkulturellen Überschneidungssituationen oder mit Fremdheit beschäftigt, wird für andere Selbstreflexion (die Suche nach der Stimme der Anderen im Eigenen, die Begrenztheit der eigenen Welt, Ethnozentrismen, Rassismen) oder eigenkulturelle Sensibilisierung zur zentralen Herausforderung. Rassismus- und Migrationsforschung stehen dem Begriff kritisch gegenüber. Aus philosophischer Sicht stellen sich wichtige Fragen hinsichtlich der Grundannahmen und Grundlagen dieses Konzepts. Daher ist die Tagung auf einen diskurskritischen Dia- oder Polylog zum Thema „Interkulturelle Kompetenz“ ausgerichtet.

Folder Tagungsprogramm (524 kB) und Abstracts Vorträge

Anmeldung

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung per Email gebeten: ta.ca1503365978.kwi@1503365978kwi1503365978

Programm

Donnerstag, 12.2.2015

  • 9.00–9.30 Uhr: Hans Schelkshorn (Wien), Nausikaa Schirilla (Freiburg/Br.): Eröffnung und Grußworte
  • 9.30–10.45 Uhr: Jürgen Straub (Bochum): Interkulturelle Kompetenz als begriffliches und praktisches Problem, oder: Über „subjektiv gute Gründe“ für die Anfeindung von Anderen
    Franz Martin Wimmer (Wien): Kommentar
  • 10.45–12.00 Uhr: Jürgen Bolten (Jena): (Inter-)Kulturalität neu denken?!
    Anke Graneß (Wien): Kommentar
  • 12.00–13.30 Uhr: Mittagspause
  • 13.30–14.45 Uhr: Hakan Gürses (Wien): Kulturalität in hegemonie- und macht­theoretischer Perspektive
    Nausikaa Schirilla (Freiburg/Br.): Kommentar
  • 14.45–16.00 Uhr: Jasmin Mahadevan (Pforzheim): Interkulturalität und Dominanz – Fallbeispiele und Perspektiven
    Ursula Baatz (Wien): Kommentar
  • 16.00–16.30 Uhr: Kaffeepause
  • 16.30–19.00 Uhr: Erfahrungsaustausch: Interkulturelle Kompetenz in der Lehre und Vermittlung – Berichte und Reflexionen
    Ursula Baatz (Wien): Interkulturalität als Konflikt
    Barbara Schellhammer (München): Kompetenzen Interkultureller Bildung
    Nausikaa Schirilla (Freiburg/Br.): Interkulturelle Kompetenz und Migration

Freitag, 13.2.2015

  •  9.30–10.45 Uhr: Rolf Elberfeld (Hildesheim): Kultur(en)begriffe und „Interkulturelle Kompetenz“. Selbstkompetenz und Fremdheitskompetenz
    Bianca Boteva-Richter (Wien): Kommentar
  • 10.45–12.00 Uhr: Chibueze Udeani (Würzburg): Fremde Kulturen „kompetent“ verstehen? – Zum Interkulturell-Hermeneutischen im kulturellen Diskurs im 21. Jahrhundert
    Madalina Diaconu (Wien): Kommentar
  • 12.00–13.30 Uhr: Mittagspause
  • 13.30–14.45 Uhr: Anil Bhatti (New Delhi): Interkulturalität, Transkulturalität, Migrationswelten. Die Bedeutung der Ähnlichkeit für interkulturelle Kompetenz
    Franz Gmainer-Pranzl (Salzburg): Kommentar
  • 14.45–16.00 Uhr: Georg Stenger (Wien): Das „Differenz“-Paradigma – oder: Gelingens­bedingungen einer interkulturellen Dialogkultur
    Hans Schelkshorn (Wien): Kommentar
  • 16.00–16.15 Uhr: Kaffeepause
  • 16.15–17.00 Uhr: Franz Martin Wimmer (Wien): Kommentar
    Abschlussdiskussion

Vortragende

Ursula Baatz: Autorin und Wissenschaftsjournalistin, Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Wien, Redaktionsmitglied von „polylog“.

Anil Bhatti: Professor Emeritus, Centre of German Studies, Jawaharlal Nehru University, New Delhi.

Jürgen Bolten: Professor für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Bianca Boteva-Richter: Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Wien, Vorstandsmitglied der WiGiP, Redaktionsmitglied der Zeitschrift „polylog“.

Madalina Diaconu: Universitätsdozentin am Institut für Philosophie der Universität Wien.

Anke Graneß: Inhaberin einer Elise-Richter-Stelle des FWF und Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Wien, Redaktionsmitglied von „polylog“.

Rolf Elberfeld: Professor für Kulturphilosophie an der Universität Hildesheim.

Franz Gmainer-Pranzl: Leiter des Zentrums Theologie Interkulturell und Studium der Religionen an der Universität Salzburg.

Hakan Gürses: wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.

Jasmin Mahadevan: Professorin für Interkulturelles Management im Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Pforzheim.

Barbara Schellhammer: Dozentin für Erwachsenenbildung an der Hochschule für Philosophie in München.

Hans Schelkshorn: a.o. Professor am Institut für Christliche Philosophie der Universität Wien.

Nausikaa Schirilla: Professorin für Migration, Soziale Arbeit und Interkulturelle Kompetenz an der Katholischen Hochschule Freiburg, leitet die Redaktion der Zeitschrift „polylog“.

Georg Stenger: Professor für Philosophie in einer globalen Welt am Institut für Philosophie der Universität Wien.

Jürgen Straub: Professor für Sozialtheorie und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum.

Chibueze Udeani: Professor für Missionswissenschaft und Dialog der Religionen an der Universität Würzburg.

Franz Martin Wimmer: Professor i. R. am Institut für Philosophie der Universität Wien; Gründungsmitglied der Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie. Forschungsschwerpunkt: interkulturell orientierte Philosophie.

Konzeption und Organisation

Anke Graneß, Nausikaa Schirilla

In Kooperation mit „polylog. Zeitschrift für Interkulturelles Philosophieren“ und der Wiener Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie (WiGiP).