Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis
Bis hierher und nicht weiter!? Halt und Haltung in der Erwachsenenbildung
In der Erwachsenenbildung sind Haltung und Haltungsarbeit unter Druck geraten. Inhaltliche Positionen, kritische Reflexion und die Verpflichtung gegenüber Teilnehmenden treten hinter Qualitätsrahmen, institutionelle Vorgaben sowie politischen und finanziellen Druck zurück..
Gleichzeitig soll Erwachsenenbildung Krisen bewältigbar machen, neutral bleiben und zur kritischen Auseinandersetzung befähigen. Im Zwang zur Verwertbarkeit verliert Haltung an intellektuell und emotional an Bedeutung. Sie bietet keinen Halt mehr. Wenn Erwachsenenbildung Haltung zeigt, kann sie Halt geben. Nicht für alle, aber für jene, die ihn benötigen. Sie muss nicht retten. Aber sie kann Räume für kritisches Denken eröffnen und an ihre Wurzeln in sozialen Bewegungen anknüpfen, die Bildung als demokratisches Recht verstehen. Mit intellektueller Disziplin und praktischer Kreativität kann sie Haltungen entwickeln, die mehr Halt bieten als die gegenwärtigen Bedingungen.
| Datum/Zeit | Veranstaltung |
|---|---|
|
Di. 13/10/2026 19:00–21:00 | Fachgespräch zum Thema „Halt und Haltung in der Erwachsenenbildung“ IWK, Wien |
Konzept und Organisation:
Barbara Gruber-Rotheneder: pädagogische und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Ring Österreichischer Bildungswerke
Angelika Hrubesch und Gerhild Ganglbauer für den lernraum.wien
Barbara Litsauer: Generalsekretärin des Institut für Wissenschaft und Kunst, Lektorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien
Jan Niggemann: wissenschaftliche und pädagogische Leitung im Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung (oieb)
Stefan Vater: Leitung Bildungspolitik und Wissenschaftlicher Dienst im Verbands Österreichischer Volkshochschulen, Lehrbeauftragter für Genderstudies an der Universität Wien
Veronika Wöhrer: Professorin für Bildung und Ungleichheit am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien
Der Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis: Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen Erwachsenenbildung und Universität, in der das Theorie-Praxis-Verhältnis der Erwachsenenbildung als lebendiger Diskurs gepflegt wird. Im Zentrum der Diskussions- und Vortragsabende, Expert*innengespräche und Workshops – an vier bis fünf Terminen pro Semester – stehen offener Austausch, Perspektivenwechsel, theoretische Reflexion und Kritik. Die Reihe ist offen für alle Interessierten.
Veranstaltungsreihe organisiert von:
Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien
Ring Österreichischer Bildungswerke
Verband Österreichischer Volkshochschulen
Institut für Wissenschaft und Kunst
Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung (oieb)
