Society For Women in Philosophy

Datum/Zeit
​Fr. 29/05/2026
Ganztägig

Ort
IWK

Typ
Vortrag

Call for Papers

 Zeitalter der Extreme: Fanatismus, Radikalisierung, Polarisierung und Antisemitismus als

Herausforderungen für Philosophie und feministische Philosophie

Diese geplante Tagung der SWIP Austria Society for Women* in Philosophy möchte die aktuellen gesellschaftspolitischen Verwerfungen weltweit aus interdisziplinärer Perspektive reflektieren (Philosophie, Feminismus, Psychoanalyse, Soziologie, Kunst etc.). Immanuel Kant fasste die Aufgabe der Menschen so: „Sich mit heiterem Herzen für das Weltbeste zu engagieren“ – was bedeutet das heute angesichts der gewaltförmigen gesellschaftspolitischen Verhältnisse weltweit?

Wie von Frieden reden, ohne gegenüber den Opfern von Terror und systematischer Staatsgewalt zynisch zu werden?

Wie ist Demokratie zu denken? Wehrhafte Demokratie und Friedensbemühungen – wie ist dies in Einklang zu bringen? Vertragstheorien, Konzeptionen von Frieden durch Recht und die rezenten Aufrüstungen.

Protestbewegungen und ihre Ziele (Klimaschutz zB.) – Formen des Protests und wann kippt der Protest ins Totalitäre? Weltweit gingen nach dem entsetzlichen Massaker der Hamas Tausende Menschen in den Städten auf die Straßen, nicht etwa, um den Terror der Hamas zu verurteilen, sondern, sich als Widerstandsbewegung deklarierend, Israel zu dämonisieren und den systematisch orchestrierten Akt der Hamas-Gewalt als berechtigten Widerstand zu bezeichnen.

Extremismus im Kontext linker und rechter politischer Bewegungen; wie sehr die Debatte polarisiert und verzerrt ist

 

Einige Keywords:

Partizipative deliberative Konzeption von Demokratie, wehrhafte Demokratie

Was bedeutet Radikalität? Fanatismus? Polarisierung?

Fundamentalismus in Religion und Politik

Frauenrechte und Staatsterror

Gewalt gegen Frauen

Gewalt gegen LGBTIQ+ und gegen die im Sinne des Othering markierten Menschen

Sprache und Gewalt, Radikalisierung durch Sprache; Propaganda und Manipulation, Social Media

Decolonial Studies und Antizionismus

LGBTIQ+: wichtiges Engagement für die Anerkennung selbstgewählter Lebensweisen und der Antizionismus in diesen Bewegungen

Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und die Notwendigkeit, sich für Frieden durch Recht einzusetzen

Wie für Frieden sich einsetzen inmitten des Agierens kriegslüsterner Aggressoren, die Länder überfallen (zB der Kampf der Ukraine um Unabhängigkeit)

Erstarken der extrem rechten Parteien und Gruppierungen weltweit als massives Problem für liberale rechtsstaatliche Demokratie auf dem Boden der Menschenrechte

Idee der Vereinten Nationen und ihre reale Umsetzung heute

Psychoanalyse als Gesellschaftsanalyse vor dem Hintergrund von Terror, Staatsgewalt (zB. Iran, z.B. USA) und Extremismus.

 

Wir freuen uns auf anregende Diskussionen.

 

Bitte Thema des Vortrags an brigitte.buchhammer@a1business.at

 

bis Montag, 11. Mai 2026 schicken

 

Geplante Tagung: Freitag, 29. Mai 2026

Ort: IWK, Berggasse 17, 1090 Wien