Herbsttagung der ÖG-KJLF Geschichtserzählende Kinder- und Jugendliteratur seit 1933

Datum/Zeit
​Fr. 24/10/2025–​Sa. 25/10/2025
Ganztägig

Ort
IWK

Typ
Tagung

Eggert bezeichnet den historischen Roman als eine Form, in der „geschichtliche Personen, Ereignisse und Lebensverhältnisse narrativ in fiktionalen Konstruktionen dargestellt werden.“ (Eggert 2000, S. 55). Innerhalb der Kinder- und Jugendliteraturforschung unterscheidet man zwischen dem historischen und dem zeitgeschichtlichen Roman. Beide Formen setzen sich mit historischen Ereignissen auseinander. Dabei blickt der historische Roman für jugendliche Leser*innen auf eine längere Gattungsgeschichte zurück, ist seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert auf den kinder- und jugendliterarischen Markt präsent und wurde zu Beginn des „19. Jahrhunderts zu einem der populärsten und zugleich auflagestärksten Genres innerhalb der sich mehr und mehr ausdifferenzierenden Jugendliteratur“ (Glasenapp 2011, S. 271). In der Zeit der Weimarer Republik nahm die Produktion ab, dennoch existieren sowohl in diesem Jahrzehnt auch als auch in der Zeit nach 1933 historische Romane für jüngere Leser*innen. Im Exil entfachte eine Debatte um den historischen Roman, die auch die Jugendliteratur betraf. Nach 1945 entstanden historische Romane in der DDR, in der BRD und in Österreich.

Innerhalb der aktuellen Kinder- und Jugendliteraturforschung wird der historische Kinder- und Jugendroman des 20. Jahrhunderts wenig beachtet. Die Forschung fokussiert sich auf den zeitgeschichtlichen Roman, jüngere Publikation setzen sich mit historischem Erzählen in der Gegenwartsliteratur auseinander (Bernhardt/Standke) oder diskutieren das historische Wissen im Rahmen einer Literatur- und Geschichtsdidaktik (Massanek/Kumschlies).

Die geplante Tagung rückt den historischen Roman für jüngere Leser*innen seit 1933 in den Fokus.

Vorläufiges Programm
Einladung zum 25. Jubiläum der ÖG-KJLF

Organisation: Susanne Blumesberger, Jana Mikota