
Ein Zimmer für uns allein – Frauen lesen anders
„Verschließt eure Bibliotheken, wenn ihr wollt; aber es gibt kein Tor, kein Schloss, keinen Riegel, mit dem ihr die Freiheit meines Geistes einschränken könnt.“ (Virginia Woolf, Ein Zimmer für sich allein)
Feministische Literatur gegen den Strich gelesen – in einem Raum für uns allein
Zum Lesekreis
Shakespeare‘s Schwester? Im Sinne von Virgina Woolf gilt es hier, vor der Herausforderung gegenwärtiger feministischer Streitfragen, weibliche Perspektiven ohne Bezug auf männliche Sichtweisen zu beleuchten. Im Rahmen dieses Lesekreises wird Literatur von Frauen / für Frauen auch in kritischen Fokus genommen. Der Blick fällt auf literarische Neuerscheinungen, feministische Klassiker und gegenwärtige (intersektionale) Perspektiven.
Zum Buch
Wir treffen einander am 8. September 2026 um 19.00 im IWK, um uns über das Buch von George Sand “Nanon” auszutauschen. Nach einem kurzen Input durch die Moderatorinnen gibt es Gelegenheit über das Gelesene zu diskutieren.
George Sand über die Französische Revolution aus der Perspektive eines Bauernmädchens – eine der ersten engagierten Autorinnen der Weltliteratur in neuer Übersetzung
Revolution ist Männersache? Nein! Denn George Sand, die unkonventionelle, provozierende Frau unter den französischen Klassikern, erzählt es anders: Nanon ist vierzehn, als 1789 die Revolution losbricht und alle Stände niederreißt. Das Bauernmädchen, eine Leibeigene, wird Zeugin und Akteurin in einem der größten Umbrüche der Geschichte. Als Mädchen noch Analphabetin, schreibt Nanon im Alter ihr Leben auf: die packende Emanzipations- und Bildungsgeschichte einer Frau in einem männlich geprägten Jahrhundert. Neben ihren vielfach ausgezeichneten Neuübersetzungen von Stendhal und Flaubert präsentiert Elisabeth Edl jetzt diese reich kommentierte Ausgabe einer der großen Schriftstellerinnen der Weltliteratur.
Ausklang mit Wein, Wasser und Brot.
Anmeldung erbeten unter: iwk@iwk.ac.at
Organisation: Andrea Hladky und Barbara Litsauer
