Nach der Österreichischen Revolution im November 1918 gab es vielfältige gesellschaftliche Aufbrüche: Neue Organisierungsweisen in der Politik, in den Künsten und in der wissenschaftlichen Weltauffassung. Eine Neuorganisation der Gestaltung von Texten, Bildern, Tönen …, aber auch neue – demokratische – Vorstellungen von der bewussten Gestaltung der Gesellschaft. Und: es wurden Zusammenhänge hergestellt zwischen den Gestaltungsmöglichkeiten des Massenhaften in der Gesellschaft, der künstlerischen Produktion für eine große Zahl und den Vorstellungen von den Massenvorgängen bei Molekülen, Atomen und Atomteilchen.
PROGRAMM
Susanne Blumesberger: Hermynia Zur Mühlen — eine Erfolgsschriftstellerin in einer Gesellschaft im Aufbruch
Karoly Kokai: Visuelle Kultur der Straße
Johann Dvořák: Richard Robert Wagner und seine Theorie der Massen (Eine Theorie des Massen-Intellekts, des Massen-Willens und der Massen-Bildung)
Christian Stifter: Massenbildung, am Beispiel der Wiener Volksbildung in der Ersten Republik
Régine Bonnefoit: Oskar Kokoschka und Jan Amos Comenius (als Identifikationsfigur in düsteren Zeiten)
Hildegard Arntz: Gina Kaus: Neue Sachlichkeit und die Kunst, ‘demokratisch’ und ‘brauchbar’ zu schreiben
Veronika Hofeneder: Gina Kaus
Konzeption: Karoly Kokai und Johann Dvořák
