Sommersemester 2020

Das Exil von Frauen - historische Perspektive und Gegenwart

Neuere Tendenzen in der Exilforschung zeigen einen Paradigmenwechsel von der ausschließlichen Befassung mit dem historischen Exil während der Ära des Nationalsozialismus bzw. des Austrofaschismus hin zu einer Erweiterung des Forschungsgegenstandes auf die gegenwärtigen Flucht- und Migrationsbewegungen. Gibt es vergleichbare Aspekte zwischen dem Exil von Frauen in der Periode 1933-45 und dem Asyl von Frauen heute, was sind die Gemeinsamkeiten, was die Unterschiede? Ist der Beitrag zur Erinnerung an die Verfolgung konstitutiv für unsere Haltung gegenüber heutigen Fluchtbewegungen und führt die eigene Flüchtlingserfahrung, sei es zur Zeit der Shoa, sei es in den Jahren nach 1945, zu praktizierter Solidarität mit den heute Verfolgten?

Interkulturelles Philosophieren: Marxismus im Gespräch - Interkulturelle Perspektiven und Entwicklungen

Im Jahr 2018 wurde der 200. Geburtstag des bedeutenden Philosophen Karl Marx gefeiert. Seine Philosophie hat die Entwicklung des Denkens  in der ganzen Welt beeinflusst und sie in neue Bahnen gelenkt, wobei die Ansätze nicht nur theoretisch rezipiert und weitergeführt, sondern auch praktisch angewandt wurden. Doch was ist nun - so viele Jahre nach den ersten Versuchen - aus der Utopie, aber auch aus der Wirklichkeit der marxistischen Philosophie geworden? Wie wurde sie in Lateinamerika, in Osteuropa, in Asien und Afrika rezipiert und weiterentwickelt? Welche kritischen Theorien und Aspekte wurden in letzter Zeit vorgestellt? Was können wir von Karl Marx, von seinen Analysen und Ideen, aber auch von den in den verschiedenen Ländern der Welt eingetretenen gesellschaftlichen Veränderungen in philosophischer Hinsicht lernen? Und vor allem: Was ist aus der Praxis des marxistischen Philosophierens in Afrika, Lateinamerika, Osteuropa etc. geworden? In dieser Vortragsreihe wird versucht, jenseits eines rein historischen Horizonts zu gelangen, um die Kontextualisierung der marxistischen Theorien in kulturell anderen Formen des Lebens und des Denkens zu erarbeiten und zu verstehen. Der kulturellen Einbettung sowie den neuen kritischen Aspekten in der Weiterentwicklung marxistischer Ansätze wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt, um diese neuen Denkstränge herauszuarbeiten und weiterzuverfolgen. Dabei wird die Wirkung marxistischer Auffassungen als Instrument der realen Veränderung der Welt deutlich sichtbar.

Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis

Die Veranstaltungsreihe „Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis“ ist eine Kooperation zwischen Erwachsenenbildung und Universität, in der das Theorie-Praxis-Verhältnis der Erwachsenenbildung als lebendiger Diskurs gepflegt wird. Im Zentrum der Diskussions- und Vortragsabende, Expert*nnengespräche und Workshops an vier bis fünf Terminen pro Semester stehen offener Austausch, Perspektivenwechsel, theoretische Reflexion und Kritik. Die Reihe ist offen für alle Interessierten.

Arbeit in Bewegung / Bewegung der Arbeiter

Basiswissen Zentralbank Im Rahmen der Vortragsreihe Arbeit in Bewegung / Bewegung der Arbeiter Diese Vortragsreihe ist der einfachen und allgemeinverständlichen Beantwortung der Frage: „Was macht eine Zentralbank?“ gewidmet. Zielgruppe sind alle, die nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben. Es soll einfach dargestellt werden, was eine Zentralbank macht, was im Besonderen eine Europäische Zentralbank macht, wieso dies für Themen wie Arbeitslosigkeit, Pensionsversicherungen und Budgetdefizite entscheidend ist. Konzept und Organisation: Maximilian Oberbauer