Interkulturelles Philosophieren: Theorie und Praxis
Einführung in die interkulturelle Philosophie und „Young WiGiP“
Eine Einführung in die interkulturelle Philosophie zu geben, bedeutet, unweigerlich auf die Herausforderung zu stoßen, einer überwältigenden Vielzahl unterschiedlicher philosophischer Traditionen gegenüberzustehen. Also wie kann von Kernthemen der interkulturellen Philosophie gesprochen werden, wenn es ein endloses Sammelsurium an Kenntnissen oder Expertisen mehrerer Traditionen braucht, um das Inter in interkultureller Philosophie überhaupt zu ermöglichen. Dieser Umstand eröffnet zwar ein riesiges und inklusives Feld zum Philosophieren, macht jedoch interkulturelles Philosophieren zu einem schwer zugänglichen Bereich für Studierende. Daher trägt folgende Reihe auch den Namen „Kernthemen in interkultureller Philosophie“ und nicht „Die Kernthemen der interkulturellen Philosophie“, da es nicht das Ziel sein kann, den Begriff der interkulturellen Philosophie erschöpfend und final zu definieren. Es kann jedoch versucht werden, durch das Auswählen bestimmter Kernthemen ein Tor aufzustoßen, welches das breite Feld der interkulturellen Philosophie zugänglich macht.
Ziel dieser Workshopreihe ist es daher, Studierenden der Universität Wien und anderen Interessierten einen Zugang zu diversen außereuropäischen philosophischen Traditionen zu bieten. So soll anhand von gemeinsamer Textlektüre und -bearbeitung sowie einem einleitenden Vortrag ein Einstieg in die interkulturelle Philosophie geboten werden, der Teilnehmer*innen aktiv engagieren soll. Unter der Koordination der Initiative „Young WiGiP“ soll diese Reihe insbesondere Studierende ohne Vorwissen der jeweiligen Traditionen oder der interkulturellen Philosophie als solche ansprechen.
Um das zuvor genannte Inter wieder heranzuziehen, soll in den Sitzungen des Workshops immer eine Spannung oder Synergie zwischen einem Bereich und einer Tradition ausgeschöpft werden. Cristina-Maria Chițu wird eine Einführung in die Debatte über die Zeit in der indischen Metaphysik geben. Im Anschluss daran wird Bianca Boteva-Richter einen Workshop zu moderner japanischer Ethik rund um Watsuji Tetsurō leiten. Abschließend wird Mădălina Diaconu eine Einführung in die interkulturelle Ästhetik bieten.
Koordination: Pius Huber & Kassian Mitterer
| Datum/Zeit | Veranstaltung |
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Mi. 08/10/2025 17:00–20:00 | Buchpräsentation: Interkulturelle Phänomenologie. Georg Stengers Werk im Gespräch IWK, Wien |
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Fr. 10/10/2025–Sa. 11/10/2025 Ganztägig | Wiener Forum interkulturellen Philosophierens Interkulturelle Philosophie und/oder Postkolonialismus Universität Wien, Wien |
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Fr. 14/11/2025 18:30–20:30 | Cristina-Maria Chițu: Substanziell, Emergent, Scheinbar: Eine Debatte über die Zeit in der indischen Metaphysik Universität Wien, Wien |
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Fr. 05/12/2025 18:30–20:30 | Bianca Boteva-Richter: Ethics as the Study of the Interconnected Human Being – Watsuji Tetsurō and “Human In-Betweenness Universität Wien Hauptgebäude, Seminarraum 7, Tiefparterre Stiege 9 Hof 5, Wien Wien |
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Do. 15/01/2026 18:30–20:30 | Mădălina Diaconu: The Many Faces of Beauty: Einführung in die interkulturelle Ästhetik Universität Wien, Wien |
