Interkulturelles Philosophieren: Harmonie und Widerstreit

Die harmonische Weltsicht östlicher Kulturen wurde bis in die jüngere Gegenwart immer wieder der konfliktiven Lebenseinstellung des Okzidents gegenübergestellt. In Abgrenzung zu den essentialistischen Bildern über den Ost-West-Gegensatz werden in dieser Vortragsreihe unterschiedliche Konzepte von Harmonie und Widerstreit sowohl in ostasiatischen als auch in westlichen Philosophien behandelt. Zu solchen Konzepten gehören beispielsweise die neue konfuzianistische Linie in China, die sowohl als Untermauerung der neuen gesellschaft- und marktpolitischen Entwicklung, als auch zu Dialoginitiierung mit dem Westen dient, genauso wie neorealistische Kritiken an J.F. Lyotard, die im Zuge eines Konzept des Widerstreits näher analysiert werden können. Die Analyse der japanischen Kulturgeschichte, die bisher vom Begriff der Harmonie dominiert wurde, kann nun mit einem differenzierten Blick als „mythologischen Dissens“ kritisch dargestellt werden.

Veranstalter: Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (WIGIP) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK).
Koordination: Hans Schelkshorn und Bianca Boteva-Richter

Die einzelnen Vorträge werden zeitgerecht über den Newsletter des IWK und der ­WIGIP bekannt gegeben.

Veranstaltungen

Datum/Zeit Veranstaltung
​Mo 06/05/2019
19:00–21:00
Reconciling Differences through Remonstration: Ancient Chinese Philosophy and Contemporary Politics Institut für Philosophie der Universität Wien, Wien
​Mo 20/05/2019
19:00–21:00
Lyotards Konzept des Widerstreits. Eine unrealistische Relektüre Institut für Philosophie der Universität Wien, Wien
​Do 06/06/2019
19:00–21:00
Mythologischer Dissens - Über eine ungewohnte Form politischer Kritik in der japanischen Geschichte Institut für Philosophie der Universität Wien, Wien