Sommersemester 2013

Jour fixe Bildungstheorie | Bildungspraxis

Wer ich bin und was ich kann: Fragen an kompetenzorientierte Bildung Die Kompetenzorientierung hat sich in den letzten zehn Jahren in allen Bildungsbereichen durchgesetzt: in der vorschulischen Bildung, in der Schule, in der beruflichen Bildung und Weiterbildung, in der Erwachsenenbildung, an den Universitäten, in der Bildungsberatung usw. Die Konzepte sind unterschiedlich, die Versprechungen groß: Subjekt- und Handlungsorientierung sowie eine bessere Messbarkeit von Lernergebnissen stehen im Mittelpunkt. Insgesamt stellt Kompetenzorientierung einen stärkeren Bezug zum "wirklichen Leben" in Aussicht.

Interkulturelles Philosophieren: Theorie und Praxis

Philosophieren ist nicht nur eine kulturelle Tätigkeit, es findet immer auch in einem kulturellen Kontext statt. Einen solchen Kontext bot und bietet aber nicht bloß, wie generell angenommen, die okzidentale Kultur. Daher verstehen wir unter interkulturellem Philosophieren zunächst die Orientierung, philosophische Diskurse aus vielen verschiedenen Kulturen und Traditionen als gleichberechtigte Beiträge wahrzunehmen und zu respektieren.

Feministische Theorie und Gender Studies

Die Vortragsreihe widmet sich wie bereits im vergangenen Semester der Männlichkeitsforschung. Die in jüngerer Zeit sehr öffentlichkeitspräsente neue Männerrechts- und Väterrechtsbewegung mit ihrer teils antifeministischen Einstellung stellt den unmittelbaren Anlass für diese Fokussierung dar. Aber auch die Tatsache, dass Männlichkeitsforschung in den Gender Studies nach wie vor unzureichend berücksichtigt wird, lässt eine Beschäftigung mit diesem Zweig der Geschlechterforschung aus unserer Sicht notwendig erscheinen. In diesem Sommersemester widmen sich die Vorträge weiteren wichtigen Aspekten aktueller Männlichkeitsforschung.

Frauenbiografieforschung

Das Exil von Frauen – historische Perspektive und Gegenwart Neuere Tendenzen in der Exilforschung zeigen einen Paradigmenwechsel von der ausschließlichen Befassung mit dem historischen Exil während der Ära des Nationalsozialismus bzw. des Austrofaschismus hin zu einer Erweiterung des Forschungsgegenstandes auf die gegenwärtigen Flucht- und Migrationsbewegungen. Gibt es vergleichbare Aspekte zwischen dem Exil von Frauen in der Periode 1933–1945 und dem Asyl von Frauen heute, was sind die Gemeinsamkeiten, was die Unterschiede?

Kulturgeschichte der Druckgrafik

Positionen und Fragen aktueller Druckgraphik. Um:Druck-Gespräche Die Um:Druck-Gespräche im Frühjahr 2013 begleiten die Druckgraphik-Triennale "INPRINTOUT" mit Vortrags- und Diskussionsabenden, um die aktuellen Themen und Tendenzen der Ausstellung mit internationalen Gästen zu diskutieren. Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt, mit deutschsprachigen Vorausinformationen sowie zusammenfassenden Übersetzungen.

Jour fixe: Simulation komplexer Systeme

Die Möglichkeit, das Verhalten komplexer Systeme am Computer zu simulieren, eröffnet zurzeit einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen neue Forschungszugänge. Viele bisher für "dirigiert" gehaltene Phänomene – von Tierschwärmen über Verkehrsstaus und Spezifika der Stadtentwicklung bis hin zu Märkten und sozialen Normen – entpuppen sich mit ihr als selbstorganisiert und lassen sich in ihren Parametern verändern und in ihrem Entstehen beobachten.