Trainer_innen

Kunst- und Kulturschaffende, Praktiker_innen, Aktivist_innen, Theoretiker_innen und Trainer_innen im Bereich Gender und kritisches Diversity.

Gabriele Bargehr, seit 2001 Geschäftsführerin und (Mit-) Begründerin des Instituts Im Kontext in Wien, einem Institut für Organisationsentwicklungsberatung, Gesellschaftsforschung, Supervision und Coaching.
Arbeits- und Themenschwerpunkte: Organisationsentwicklungsberatung im Kontext von gleichstellungsorientierten und antidiskriminatorischen Konzepten; Team- und Projektentwicklung; Konfliktlösungs- und Verandlungsstrategien; Kritisches Diversity und Social Justice; Postkoloniale Theorien, Disability Studies und Queer Theorien; Politische Bildung im Kontext von Selbstorganisation, Aktivismus und Repräsentation; Critical Whiteness und Wissensproduktionen.

Persson Perry Baumgartinger, Wissenschafter, Trainer und Coach. Begründer der queeropedia, einem kritischen Lexikonprojekt; Mitbegründer des Vereins ][diskursiv – Verein zur Verqueerung gesellschaftlicher Zusammenhänge.
Arbeits- und Themenschwerpunkte: Angewandte Sprachwissenschaft, Sozialgeschichte, Trans*/Gender Studies; Forschungs-, Trainings- und Lehrtätigkeiten; künstlerische Interventionen.
Aspekte: Sprache, Sprachliches Handeln und Macht; nichtdiskriminierende Sprache; Sprache & Geschlecht; Geschlechterkonstruktionen; Trans*Inter*Queer; Transgender Studies; Kritisches Diversity; Social Justice; Textlinguistik; Gesprächsforschung; Kritische Diskursanalyse; Dispositivforschung; Macht&Wissensformationen; kritische Empirie. Tätig in Wien, Berlin, Bern, Vorarlberg und darüber hinaus.

Can Gülcü, geboren 1976 in Bursa, lebt seit 1990 in Österreich. Arbeitet als Kulturschaffender in Wien, Praxis an Schnittstellen verschiedener Kunstformen und politisch-partizipativer Kulturarbeit mit Fokus auf gesellschaftliche, politische und soziale Machtverhältnisse. Er war 2012-2015 gemeinsam mit Radostina Patulova und Petja Dimitrova (bis 2014) Teil des Leitungsteams des Kulturfestivals WIENWOCHE und 2012-2014 gemeinsam mit Katharina Morawek Teil des Leitungsteams der Shedhalle Zürich. Lehrbeauftragter im Institut für Pädagogische Professionalisierung an der Karl-Franzens-Universität Graz, hat zuvor an der Akademie der bildenden Künste Wien gelehrt. Aktivist, Vorstandsmitglied der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch und des freien Radiosenders Orange 94.0. Autor (mit Lorenz Aggermann und Eduard Freudmann) von „Beograd Gazela – Reiseführer in eine Elendssiedlung“.

Renate Höllwart, Vermittlerin mit den Schwerpunkten Zeitgeschichte, zeitgenössische Kunst und öffentlicher Raum. Sie arbeitet grafisch u.a. an Vermittlungsmaterialien und Prozessdokumentationen. Sie ist Mitbegründerin und Teilhaberin von trafo.K, ein Büro für Kunstvermittlung und kritische Wissensproduktion sowie im Kernteam von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis. Derzeit lehrt sie als Co-Leiterin des ecm-Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien und am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste Wien.

simon INOU, Schwarzer Wiener aus Kamerun. Ausbildungskoordinator und Diversitybeauftragter von Radio ORANGE 94.0. Entwicklungshelfer gegen die Engstirnigkeit der Eingeborenen. Anti-Rassismus Künstler und Gesellschaftskritiker. Schulbuchautor, Journalist und Medienkritiker. Studium der Soziologie in Douala/Kamerun und der Publizistik in Wien/Österreich. Herausgeber von fresh – Black Austrian Lifestyle.

Araba Evelyn Johnston-Arthur, community, theorie-kultur und öffentlichkeitsarbeiterin. mitgründerin von pamoja. bewegung der jungen afrikanischen diaspora in österreich und der recherchegruppe zur Schwarzen österreichischen Geschichte und Gegenwart; initiatorin der antidiskriminatorischen musterbetriebsvereinbarung (u.a. umgesetzt an der akademie der bildenden künste wien, isop graz); kooperationspartnerin des Instituts im Kontext; vortragstätigkeiten in ghana, finnland, den usa, deutschland und österreich und transdisziplinaere lehre an der howard university, akademie der bildenden kuenste wien, fachhochschule fuer soziale arbeit linz und der universitaet wien. arbeitet u.a. zur gleichzeitigkeit von post-nazismus und neokolonialismus, dekolonsierenden erinnerungsarbeiten und bildpolitiken. sie lebt derzeit in washington dc und schreibt ihre dissertation zu widerstönden in der afrikanischen diaspora in österreich an der howard unversity.

Belinda Kazeem-Kaminski, Kulturwissenschaftlerin, freie Autorin und Künstlerin. Sie arbeitet mit einem interdisziplinären Ansatz der de- und postkoloniale und Schwarze feministische Theorie mit einer visuellen Praxis verbindet und interessiert sich für Erinnerungspolitiken, sowie Dekolonisierung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Am Institut für künstlerisches Lehramt der Akademie der Bildenden Künste Wien ist sie als Senior Lecturer beschäftigt. Sie ist außerdem Studentin im  phD-in-Practice an der Akademie der Bildenden Künste Wien mit dem Projekt „Desire & Look/Gaze/Screen in Ethnographic Photography. Case studies of Austrian Coloniality“ (Arbeitstitel).

Asli Kislal, künstlerische Leitung diverCITYLAB. Sie studierte Soziologie an der Universität in Wien und Schauspiel am Schubert Konservatorium, war langjähriges Ensemblemitglied des Theaterhauses Stuttgart, übernahm dort auch Regieassistenzen und Ensembletraining. 2004 gründete sie den Kunst- und Kulturverein daskunst in Wien, dessen künstlerische Leiterin sie seither ist und mit dem sie 2007 Gewinner des Theaterfestivals Spectrum „best of(f) Austria“ wurde. 2008 war Asli Kişlal Mitinitiatorin von „Kunst am Grund“, 2009 bis 2010 Künstlerische Leiterin des Theater des Augenblicks. 2011 bis 2012 zeichnete sie als Initiatorin und Kuratorin der Wiener Projektreihe Postmigrantische Positionen PIMP MY INTEGRATION verantwortlich. 2014 erhielt sie den MiA Award für ihr Engagement im Kunst- und Kulturbereich.

Eva KolmMitarbeiterin im Bereich Kulturvermittlung in KulturKontakt Austria. Sie studierte Kultur- und Sozialanthropologie und Pädagogik und hat Ausbildungen zur Kuratorin für Kommunikation im Museum, zur Supervisorin und zur Trainerin für Deutsch als Zweitsprache absolviert. Ihre Arbeitsschwerpunkte derzeit sind Kulturvermittlung in Museen und Ausstellungen, Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft und Diversität.

Marissa Lobo, Projektleitung bei kültürgemma und Koordinatorin der Kulturabteilung des Vereins maiz.

Gin Müller, Dr.phil., Dramaturg, Theater/Queertheoretiker_in, Performer_in, Ar/ctivist. Derzeit externer Lektor_in an der Universität Wien (Theater-, Film-, Medienwissenschaft) und an der mdw (Institut für Kulturmanagement). Daneben eigene Theater/Performancearbeiten in Wien (brut) und Mexiko u.a.: Trans Gender Moves 2014/15, Melodrom 2012/13, Rebelodrom – NoborderZone 2013, Volxtheaterkarawane 2001-2004, Performanceband SV Damenkraft 2004-08. Aktiv im Refugee Protest Vienna 2012-2013, und seit 2014 bei Queer Base, dem LGBTIQ-Welcome and Support Project der Rosa Lila Villa.

Ivana Pilić, künstlerische Leiterin der Brunnenpassage. Neben kuratorischen Tätigkeiten liegt ihr inhaltlicher Schwerpunkt im Kunstbereich sowohl in der Erarbeitung und Anwendung von Partizipationskonzepten als auch in der Vermittlungsarbeit. Sie  Interessiert sich für die Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Kunst und politisch-partizipativer Kulturarbeit.  Ivana Pilic ist seit 2016 vom BKA als Entsandte für Österreich Expertin in der Arbeitsgruppe der EU-Kommission „Intercultural dialogue, in the context of the migratory and refugee crisis“ nominiert.

Sabine Steinbacher, Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin tätig in den Bereichen Organisations- und Unternehmensberatung, Forschung, Lehr- und Trainingstätigkeiten, Coaching.
Arbeits-und Themenschwerpunkte: Strategische Planung und operative Umsetzung von Gender- und Diversity Konzepte in Organisationen u.a. im Bereich kritische Alter(n)s- und Generationenforschung; Befähigungsforschung, Selbstevaluation und partizipative Evaluation; Organisations(kultur-)analysen, Identifikation von  Artikulations- und Gestaltungsräumen; queere Kontexte als Querschnittsthema. www.steinbacher-unternehmungen.at

Vina Yun,  Jahrgang 1974, arbeitet als Journalistin und Autorin in Wien und Berlin. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Feminismus in Theorie und Praxis, Rassismuskritik, Queer Politics und Popkultur. 2000 war sie Mitgründerin der Zeitschrift nylon. KunstStoff zu Feminismus und Popkultur. Außerdem war sie als Redakteurin in zahlreiche alternative Medienprojekte involviert, u. a. MALMOE, an.schläge, dieStandard.at und migrazine.at. Daneben verantwortete sie mehrere Jahre lang die Katalogredaktion für Festivals im Kunst- und Kulturbereich (Diagonale – Festival des österreichischen Films, identities Queer Film Festival, WIENWOCHE). Zusammen mit Radostina Patulova und Sylvia Köchl war sie Mitherausgeberin des Readers „fields of TRANSFER. MigrantInnen in der Kulturarbeit“ (2007, IG Kultur Österreich).

Kooperationen

kültüř gemma! fördert seit 2013 die künstlerische Arbeit von Migrant_innen sowie einen kritischen Diskurs über das Verhältnis von Kultur und Migration. Neben einjährigen Arbeitsstipendien vergibt kültüř gemma! auch Fellowships an etablierten Wiener Kulturinstitutionen. kültüř gemma! setzt sich für die Selbstverständlichkeit migrantischer und nicht-weißer Positionen und gegen prekäre Verhältnisse im kulturellen Feld ein.