Biographien, Mobilität und Wissenstransfer in der Geschichte der Wiener Medizin – Reine Nervensache?

Datum/Zeit
​Di 17/12/2019
17:00–19:00

Ort
IWK

Reihe
Biographien, Mobilität und Wissenstransfer in der Geschichte der Wiener Medizin

Typ
Vortrag

Reine Nervensache? Psychiatrie und Neurologie zwischen Wien und Tokyo um 1900

Vortragender: Bernhard Leitner, 17.00 – 18.00

Im Jahre 1882 gründete Heinrich Obersteiner in Wien das erste neurologische Institut der Welt. Schon bald avancierte es zum internationalen Zentrum für die Etablierung dieser neuen Disziplin. Besonderes Interesse an dieser Wiener Einrichtung kam vom anderen Ende der Welt, aus Japan. Ab den 1890er Jahren wurde das Institut von einer Vielzahl japanischer Mediziner besucht. Der Vortrag versucht die Geschichte dieser intensiven Beziehungen zwischen den Universitäten Wien und Tokyo nachzuzeichnen.

Wiener Medizinische Akademie und ihre internationalen Verbindungen

Vortragender: Franz X. Lackner, 18.00 – 19.00

Schon 1896 veranstaltete der Nervenarzt und Nobelpreisträger Julius Wagner-Jauregg Ferialkurse der medizinischen Fakultät. Nach dem ersten Weltkrieg wurden daraus internationale Fortbildungskurse. Als Nachfolger des sogenannten Kursbüros wurde die Medizinische Akademie mit Sitz im Direktionsgebäude des Alten Allgemeinen Krankenhauses gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde unter Einbeziehung der Forschung die heutige Organisation vom Pathologen Hermann Chiari, dem Chirurgen Leopold Schönbauer und dem Internisten Karl Fellinger ins Leben gerufen. Ihr sollte im Bereich der ärztlichen Fortbildung große Bedeutung zukommen.