Bettina Dausien: Aus Geschichten lernen? Überlegungen zum Gebrauch und zur Produktion biographischen Wissens in professionellen pädagogischen Settings

Die Arbeit mit biographischen Erzählungen ist in der Erwachsenenbildung ein vertrauter Ansatz, findet aber zunehmend auch in anderen pädagogischen Kontexten Beachtung, z.B. in der Schule, in der Bildungsberatung oder bei der Ermittlung »informell« erworbener Kompetenzen. Wie lässt sich der pädagogische Gebrauch von Lebensgeschichten theoretisch begründen? Welche Art von Wissen kommt damit ins Spiel? Und: Welche pädagogischen Hoffnungen sind mit einer biographisch orientierten Bildungspraxis verbunden? Diese Fragen werden im Vortrag systematisch untersucht mit dem Ziel, eine theoretische Folie für die Reflexion und Kritik biographischer Ansätze anzubieten.
Respondenz: Wolfgang Kellner

Bettina Dausien: seit 2009 Professorin für Pädagogik der Lebensalter am Institut für Bildungswissenschaft der Uni­versität Wien, Arbeitsschwerpunkte: Biographieforschung und Interpretative Sozialforschung, Bildung im Kontext von Lebenslauf und Lebensgeschichte, Professionalisierung pä­dagogischer Praxis, Biographie und Geschlecht.
Wolfgang Kellner: Leiter des Bildungs- und Projektmanagements im Ring Österreichischer Bildungswerke.