Arbeits- und Forschungsfeld „studium generale“

Datum/Zeit
​Fr 04/12/2020
15:00–18:00

Ort
IWK

Typ
Workshop

Konzept und Organisation: Johann Dvořák

Die Bezeichnung „studium generale” wird derzeit in Deutschland und in Österreich gerne dazu verwendet, um allgemeinbildende und künstlerisch orientierte Angebote auf den Markt zu bringen. Dem gegenüber soll der Versuch der Entwicklung eines allgemein und politisch bildenden Modell-Curriculums für Erwachsene unternommen werden.

Bildungs- und Kulturarbeit mit Erwachsenen muss üblicherweise nicht abschlussbezogenes Lernen im Sinne von Zeugnis und Berechtigung und Zugang zu höheren Stufen des Bildungswesens bedeuten. Bildung kann als eigenständige Arbeit an und für sich selbst, als Prozess der Anstrengung und der Freude gesehen werden. Gesellschaftliche Vorgänge werden aufbewahrt in Kunstwerken (in Texten, Bildern und Musikstücken, in Bauten und Skulpturen…) und in Form wissenschaftlicher Arbeiten. Die Auseinandersetzung mit diesen Werken ermöglicht ein Verstehen der Welt und eventuell die Entwicklung eines „Möglichkeitssinns“ für die Veränderung und Verbesserung dieser Welt. (So gesehen ist wohl die beste politische Bildung eine allgemeine Bildungs- und Kulturarbeit mit Erwachsenen, die für das Verständnis und die bewusste Gestaltung der Welt notwendigen Kompetenzen vermittelt.)

Bei der Auseinandersetzung mit Kunstwerken und anderen gesellschaftlichen Vorgängen können wir unsere Kenntnisse und Fertigkeiten entwickeln und erweitern.

  • Lesen und Literatur
  • Sehen und die visuellen Künste
  • Hören und Musik

Was in vielfältiger Weise wahrgenommen werden kann, soll auch in vielfältiger Weise ausgedrückt und mitgeteilt werden können: daher der Erwerb und die Erweiterung der Kompetenzen beim Reden, Schreiben und anderen Kunstfertigkeiten. Im Rahmen organisierter Bildungs- und Kulturarbeit besteht die Möglichkeit der Kommunikation der Individuen und der wechselseitigen Bestärkung bei Bildungsprozessen und bei der bewussten (individuellen und sozialen) Lebensgestaltung.

Welche Themenfelder werden behandelt?

  • Gesellschaft
  • Politik
  • Ökonomie
  • Recht
  • Literatur
  • Visuelle Künste
  • Musik

Moderne Naturwissenschaft (eine Einführung in historischer Weise)
EUROPA als ein historischer Raum der Erinnerung an Aufbrüche zur Moderne und zur Demokratie; und als ein gesellschaftlicher Raum der möglichen Entwicklung zu einem guten Leben für alle Menschen und der weiter zu entfaltenden Demokratie.

In jedem dieser Themenfelder soll zunächst ein beispielhaftes Modul entwickelt werden (in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Erwachsenenbildung, aus Universitäten und Fachhochschulen)

Die Ansätze zu den einzelnen Themenfeldern werden kurz vorgestellt und diskutiert; und es wird die weitere Vorgangsweise besprochen.