Andreas Gelhard: Antike und moderne Skepsis

Datum/Zeit
​Fr 28/10/2016
16:00–19:00

Ort
IWK

Typ
Workshop

Viele epochemachende Ideen der Philosophiegeschichte wie Descartes’ ego cogito oder Kants Begriff der Autonomie gehen auf skeptische Denkfiguren zurück. Zugleich ist der Skeptizismus als eigenständige philosophische Schule immer bekämpft, verdrängt und denunziert worden. Schon in der Antike kursieren Anekdoten über den Skeptiker, der vom Wagen überrollt wird, weil er an der Existenz des Wagens zweifelt. Diese Anekdoten verkehren das ursprüngliche Anliegen der Skepsis in ihr Gegenteil. Ziel der pyrrhonischen Skepsis war es, durch die Zerstörung von wissenschaftlichen und ethischen Dogmen ein unfallfreies Leben zu ermöglichen. In der Neuzeit rückten dann vor allem erkenntnistheoretische Fragen in den Vordergrund; die ethische Dimension der Skepsis blieb aber als philosophische Haltung wirksam, die universalen Welterklärungen die Einsicht in die eigene Endlichkeit entgegensetzt.

Der Kurs bietet eine kurze Einführung in den „Grundriss der pyrrhonischen Skepsis“ von Sextus Empiricus und erläutert seinen Einfluss auf das neuzeitliche philosophische Denken.

Der Workshop richtet sich an Lehrer_innen, vor allem der Fächer Psychologie und Philosophie sowie Ethik, ist aber auch für Lehramtskandidat_innen offen.

Aufgrund der beschränkten Teilnehmer_innenanzahl ist eine Anmeldung per Email bis zum 24.10.2016 erforderlich: ta.ca1508390953.kwi@1508390953kwi1508390953

Andreas Gelhard: Assistenzprofessor für Philosophie und Bildungswissenschaft am Institut für Philosophie der Universität Wien.