Archiv des Autors: IWK

Tagung: Widerstreitende Erfahrung. Spielarten ästhetischer Bildungsprozesse

Im Rahmen der Tagung wird die Frage diskutiert, inwieweit ästhetische Erfahrungsweisen – samt ihrer Praktiken, den Institutionen, in denen diese initiiert werden, und der Zeit, in der sie sich vollziehen – einander ähnlich sind, ob sie Gemeinsamkeiten aufweisen und wenn ja, wie diese, präziser als in den bestehenden Debatten, formuliert werden können. Die Beiträge kreisen mithin um die Heterogenität ästhetischer Erfahrungsweisen sowie der an diese gebundenen Praktiken und widmen sich dem Ziel, besser zu verstehen, welche Chancen und welche Probleme spezifisch mit diesen verbundenen Bildungsprozessen sich eröffnen können.

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Tagung „70 Jahre Institut für Wissenschaft und Kunst“

In diesem Jahr feiert das Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK) mit einer Festveranstaltung am Mittwoch, dem 9. November 2016, sein 70-jähriges Bestehen. Diese Veranstaltung erinnert an die Tradition und die aktuelle Bedeutung eines außeruniversitären wissenschaftlichen Institutes, das sich seit seiner Gründung im Jahre 1946 der wissenschaftsorientierten Bildungsarbeit mit Erwachsenen widmet und sich einem kritisch-emanzipatorischen Wissenschaftsverständnis verpflichtet weiß.

Am Nachmittag (von 15.30 bis 17.30 Uhr) wird in kurzen Vorträgen herausgearbeitet, wie zahlreiche bedeutende Personen aus Kunst, Wissenschaft und Politik am IWK tätig gewesen sind und in welcher besonderen Weise sie Forschung und die Vermittlung wissenschaftlicher und künstlerischer Erkenntnisse und die Förderung demokratischer Einstellungen betrieben haben; und wie dies auch zukünftig von gesellschaftlicher Bedeutung sein wird.

Kurzvorträge von Oskar Achs, Johann Dvořák, Christian Glanz, Ilse Korotin, Georg Kovarik, Karl H. Müller, Katharina Prager, Anna Sporrer und Friedrich Stadler

Moderation: Angela Bergauer

Zeit: Mittwoch, 9.11.2016, 15.30-17.30 Uhr
Ort: Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses (Eingang Lichtenfelsgasse 1, Stiege 1, barrierefreier Zugang über den Aufzug)

 

Forschungsfeld: Social Science Revisited

Eine Reihe von sozialwissenschaftlichen Texten, methodischen Ansätzen, Programmen und Vorhaben der Vergangenheit, die verdrängt oder allenfalls entstellt worden sind, sollen rekonstruiert, diskutiert und auf ihre aktuelle Bedeutung hin untersucht werden. Dies reicht von Erinnerungen an undogmatischen Marxismus, Psychoanalyse, Vernüpfung von Natur- und Gesellschaftswissenschaft, bis hin zur wissenschaftlichen Weltauffassung des Wiener Kreises, der Frankfurter Schule und neueren soziologischen Erklärungen etwa der Funktionen des Bildungswesens …

Dem Institut für Wissenschaft und Kunst ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, sowohl das wissenschaftliche Denken in der Tradition von Ernst Mach und des Wiener Kreises als auch die Denkweisen des Frankfurter Instituts für Sozialforschung zu behandeln, wobei das Besondere darin liegt, dass sie nicht als dogmatisch völlig gegensätzliche Strömungen (Stichwort: “Positivismusstreit”), sondern als in ihrem gesellschaftlichen Wirken (und auch in ihren Intentionen) strukturell verwandte, ja zum Teil übereinstimmende Strömungen analysiert wurden.

Freitag, 14.10.2016, 15.30-19.00 Uhr, IWK, Berggasse 17, 1090 Wien

Gerhard Scheit: Adornos Marginalien zu Theorie und Praxis der Gegengewalt

Karl H. Müller: Die Attraktivität von Gegensätzen: Wiener Kreis, Frankfurter Schule und Konstruktivimus

Johann Dvořák: Kein Positivismusstreit in Wien: Theodor W. Adorno, Guido Adler, Kurt Blaukopf und die musikalische Moderne

Johann Dvořák: Univ.-Doz., Politikwissenschaftler und Historiker. Karl H. Müller: Sozialwissenschafter, Präsident der Heinz von Foerster-Gesellschaft. Gerhard Scheit: freier Autor und Publizist, Wien